Umweltzonen, Fahrverbote und Tempobeschränkungen in Österreich

Tempobeschränkung aufgrund des Immissionsschutzgesetz- Luft (IG-L) in Österreich

Sauberere Luft für die Bürger in den Städten Österreichs. Das ist das Ziel der Umweltzonen, die bisher in 6 von 9 Bundesländern eingerichtet wurden.
Durch den Umwelt-Pickerl werden die Emissionen von Feinstaub  und die von Stickoxiden (NOx) reduziert. Bisher betriff dies jedoch nur den Lieferverkehr, da dieser in Österreich als Hauptverursacher der schädlichen Abgase gilt. Eine Ausweitung auch auf den Personenverkehr für PKW und Busse ist für die Zukunft sehr wahrscheinlich, da die Vorgaben der EU-Richtlinie zu Feinstaub und NOx in Österreich immer noch nicht eingehalten werden.

LKWs – speziell die der EURO-Norm 0 und 1, die die Umwelt am meisten belasten - müssen entweder mit einem Partikelfilter ausgerüstet sein, damit sie weniger Feinstaub und Stickoxide in die Luft abgeben oder diese bekommen keine Zufahrt mehr in die entsprechenden Umweltzonen und Autobahnen der Regionen.

Fahrverbotsschild für LKW

Da es abzusehen ist, dass die Fahrverbote nicht ausreichen werden um die Luftqualität zu verbessern, sind seit 2014 die Einfahrverbote teilweise auch schon für EURO 2 Fahrzeuge ausgesprochen worden. Auch aus diesem Grunde hatte das Umweltministerium in Österreich im Jahre 2012 eine Änderung des Immissionsschutzgesetz-Luft beschlossen, das nunmehr den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Burgenland gestattet, Umweltzonen einzurichten und deren Grenzen zu bestimmen.
Die in die Umweltzonen einfahrenden Fahrzeuge der besonders emissionsschädlichen LKW benötigen einen Umwelt-Pickerl. Kann die EURO Norm nicht erfüllt werden kann evtl. eine befristete Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

Hinweisschild im Straßenverkehr: Fahrverbot für definierte EURO Klassen

Mit der Einrichtung von Umweltzonen in den 6 Bundesländern Österreichs wurden seit dem Jahre 2012 mittel- und langfristig die Emissionen und Luftschadstoffe reduziert, neue und energieeffiziente Fahrzeuge gefördert sowie alte und verschmutzende Fahrzeuge nach und nach vom Verkehr ausgeschlossen.

Ab 01.07.2014 (nach über 2 Jahren Fahrverbote für EURO 0) wurden dann auch teilweise die Verbote auf EURO 1 und 2 ausgeweitet und verschärft.